Cuys/Riesenmeerschweinchen:

(Cuys wird Kuis gesprochen) 

Wir züchten keine Cuys...mehr....diese Seite bleibt als Info.

Größenvergleich Cuy-Meerschweinchen:

Hinten ist eine Cuydame, vorn eine Meerschweinchen Dame zu sehen. Beide Tiere sind auf den Fotos genau 7 Monate alt...

2 Fotos eines Cuys mit Polydaktylie (Vielzehigkeit). 

 Polydaktylie ist KEIN Rassemerkmal, sondern ein (Schönheits-) Fehler. Cuys sollten mögichst keine Vielzehigkeit aufweisen.

Dieses Bild zeigt eine tragende Cuydame...

Cuys werden in Deutschland auch "Riesenmeerschweinchen" genannt. Sie werden größer (40-60 cm)  und schwerer (mind. 1800g - 3500 g) als Meerschweinchen und stellen etwas andere Bedingungen an die Haltung und Fütterung als Meerschweinchen.  Die Gehegegröße für 2 Cuys sollte 140 x 70 cm bzw. 100 x 80 cm nicht unterschreiten. Auch sollte nicht zu viel Trockenfutter gefüttert werden, da Cuys zu Verfettung neigen. Meine Tiere bekommen 2-3 mal in der Woche Trockenfutter. Cuys kommen ursprünglich aus den kargen Andenregionen (Peru, Bolivien u. Ecquador) in Südamerika. Sie wurden und werden dort auf Masse und Größe gezüchtet und zum Verzehr (hell pigmentierte Tiere) bzw. zu Opferzwecken (dunkel pigmentierte Tiere) gehalten.

Ich bin Anfang 2001 durch Zufall auf Cuys gestoßen und fand sie so faszinierend, dass ich mir ein Pärchen zugelegt habe. Ich bin ein absoluter Cuyfan und mag die Tiere sehr! Cuys sind nicht nur die scheuen, panischen Tiere, sondern können durchaus sehr ruhig und lieb sein. Meine Cuys sind menschliche Nähe gewöhnt und reagieren inzwischen ziemlich gelassen.:-) Dennoch sind Cuys NICHT für Kinder und auch nicht für Zuchtanfänger geeignet! Echte Cuys haben IMMER einen Stammbaum. Kaufen Sie Tiere nicht ohne dieses Dokument.

Wissenswertes über Cuys:

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Informationen über Cuys (Riesenmeerschweinchen):


Cuys sind so genannte "Riesenmeerschweinchen", die ursprünglich in Süd- und Mittelamerika (hauptsächlich Ecuador und Peru) beheimatet sind. Dort wurden sie bereits vor einigen Tausend Jahren als Fleischlieferanten und Opfertiere gehalten. Auch heute gibt es in Süd- und Mittelamerika noch Cuys. Sie leben dort in großen Farmen in denen man sie auf Masse, Größe, Gewicht, Fleischqualität und Robustheit hin züchtet. In den Farmen werden sie in großen Gitterboxen (ähnlich unseren Pferdeboxen) auf Maisblättern, Alfalfa oder Zuckerrohr gehalten. Aber auch in den Hütten der Indios findet man freilaufende Cuys. Sie dienen der Bevölkerung als Wärmequelle, Fleischvorrat, Kinderspielzeug oder als Gastgeschenk.
 

Bei Meerschweinchen in Europa wurde eher auf Merkmale wie Lang- und Kurzhaarigkeit und Herauszüchtung verschiedener "Rassen", welche es so in Südamerika nicht gab, geachtet. Dies führte in Laufe der Jahre dazu, daß unsere heute bekannten Meerschweinchen immer kleiner wurden, sich aber dafür die Rassenvielfalt vergrößerte. Cuys und Meerschweinchen entwickelten sich über ca. 500 Jahre unabhängig aber parallel zueinander. Die Meerschweinchen in Europa, die Cuys in Mittel- und Südamerika.
 

Unter den Riesenmeerschweinchen gibt es verschiedene Arten, die sich durch ihre Größe und Haarstrukturen unterscheiden. Der Begriff "Cuy" steht als Überbegriff für alle Fleischgroßrassen, darunter fallen z.B. die "Cobayos". Cobayos zählen zu den größten unter den Cuys, sie können 60 cm lang und bis zu 4,5 kg schwer werden. In Südamerika gibt es aber auch kleinere Cuyrassen, die "nur" 1,5-2 kg wiegen. Ein ausgewachsenes Cuy wiegt zwischen 1800 g (abs. Mindestgewicht) und 4000 g. In Südamerika werden die hellen Tiere zur Ernährung der Bevölkerung verwand, die dunklen Tiere werden zu religiösen Zwecken und als Opfertiere benötigt. In Südamerika ist ein gutes Cuy gut bemuskelt und zeigt wenig Fett, schließlich geht das Fett beim grillen oder rösten verloren.
 

Der Begriff "Cuy" stammt u.a. von den gleichklingenden Lauten, die die Tiere von sich geben. In Deutschland hat sich mittlerweile der Begriff "Cuy" fest etabliert. Das Durchschnittsgewicht der Cuys in Deutschland liegt nach heutigem Stand bei 1600-2500g, seltener bis 3000 g oder mehr. Die Cuys hierzulande erreichen oft nicht das Gewicht ihrer südamerikanischen Verwandten was durch viele Faktoren beeinflußt wird, so spielt die Haltung und Fütterung der Cuys eine große Rolle. Ebenso wirken sich Streßsituationen und Angst negativ auf das Wachstum der Cuys aus. Krankheit, Platzmangel und Fehlfütterungen führen ebenfalls zu starkem Gewichtsverlust und Kleinwuchs. Ein nicht zu unterschätzenden Faktor ist auch die so genannte Inzuchtdepression, welche sich negativ auf das Wachstum der Cuys in Europa auswirkt.
Cuys sind bereits ab der 4. Woche geschlechtsreif und müssen spätestens dann nach Geschlechtern getrennt werden. Die Geschlechter sind leicht zu unterscheiden, bei weiblichen Tieren erkennt man ein Y bei männlichen Tieren ein umgedrehtes i, wobei der "Punkt" die Ausschachtung des Penis ist. Die Lebenserwartung liegt bei reinen Cuys bei ca. 2-3, seltener bis zu 4 Jahren. Bei Hybriden (Cuy - Meerschweinchen Kreuzungen) bis zu 5-6 Jahre. Genauere Daten zur Lebenserwartung sind nach heutigem Stand nicht bekannt.

Eine Auffälligkeit bei den Cuys ist die so genannte Polydaktylie (Vielzehigkeit). Während Meerschweinchen vorn 4 und hinten 3 Zehen besitzen, kommt es bei Cuys gelegentlich vor, dass vorn bis zu 7, hinten bis zu 6 Zehen vorhanden sind. Dies ist aber nicht, wie vielfach angenommen, ein Merkmal der Cuys sondern ein Erbfehler, der in einigen Linien zu finden ist.

 

Oft ist auch der Schwanzknochen verlängert. Cuys erkennt man unter anderem auch an ihrem auffallend knochigen Körperbau, dem großen massigen Schädel und großen breiten Füßen. Cuys gelten als schreckhaft, scheu und panisch, das stimmt nur bedingt. Es gibt durchaus Cuys, die cool und gelassen reagieren bzw. Cuys, die sich mit viel Geduld beruhigen und zähmen lassen. Ein Cuy bindet sich stark an "seine" Bezugsperson. Auf Fremde reagieren alle Cuys mit Angst und Panik. Es gibt bei den Cuys eher ruhigere Vertreter, aber auch extrem panische Tiere.


Cuys sind keine Schmusetiere, ihre Anschaffung will sehr gut überlegt sein! Ebenfalls sind Cuys nicht für Kinder geeignet.

Cuys sollten - genau wie Meerschweinchen- niemals allein, sondern möglichst immer mind. zu zweit oder - noch besser- im Rudel (4-8 Tiere) gehalten werden. Auch das Platzangebot sollte ausreichend sein. Für 2 Cuys sollte eine Fläche von mind. 140 x 70 cm zur Verfügung stehen. Je mehr Platz vorhanden ist, desto besser ist es für die Cuys. Beim "fangen" der Cuys sollte man nicht von oben zufassen, da dies die Tiere in absolute Panik versetzt und sie anfangen wie wild zickzack zu laufen. Die Tiere denken das ihnen Gefahr droht, da sie alles was von oben kommt als Feind (Greifvogel) ansehen und sofort mit Panik reagieren, das kann bis zu einem Herzinfarkt (Tod des Tieres) gehen, also ist Vorsicht geboten. Am Besten ist es, die Tiere in eine Ecke zu locken und dann von vorn zuzufassen.

Die Farben der Cuys:

Wie schon eingangs erwähnt haben die meisten Cuys eine helle Fellfarbe. Das liegt daran, daß Cuys in Südamerika als Fleischlieferanten zur Ernährung der Bevölkerung verwand werden. Die dunkleren Tiere dagegen werden für rituelle und religiöse Zwecke benötigt.

Tiere, die schwarz zeigen sind besonders selten.

Für 2 Cuys sollten mindestens 140 x 70 cm zur Verfügung stehen, besser noch 160 x 70 cm. Je mehr Platz die Tiere haben, desto besser ist es! Wer Lust, Zeit und Platz hat, kann sich auch ganz einfach ein Gehege selber bauen. Bei einem Eigenbau kann man flexibel bauen und so ausreichend Platz schaffen. Ebenso kann man in die Höhe bauen, d.h. auch mit einem kleinen Grundriss kann man großzügige Platzverhältnisse schaffen.



Um Cuys zu züchten bedarf es einiges an Erfahrung und Verantwortungsbewusstsein. Die Cuyzucht ist nichts für Neulinge und nichts für Unerfahrene.

Der Beste Zeitpunkt bei der Verpaarung einer Cuysau mit einem Cuybock ist, wenn die Sau ca. 3-4 Monate alt ist. Vor dieser Zeit ist sie noch nicht soweit gedeckt zu werden. Mit spätestens 5 Monaten sollte eine Cuysau beim Bock sitzen, da sie mit 6 Monaten und über 1000g bereits zu Verfettung und auch zu Toxikosen (Schwangerschaftsvergiftung) neigt.

Der Wurf macht bis zu 30 % des Gewichts des Weibchens aus. Das Geburtsgewicht der Cuys liegt bei 80-250 g. Allein deshalb sollten Meerschweinchenweibchen NIE von Cuyböcken gedeckt werden!

Cuys gezielt zu züchten ist nicht ganz leicht und daher nur für erfahrene Cuyhalter empfehlenswert.

Alle in Deutschland lebenden Cuys stammen von wenigen Ausgangstieren ab, das heißt, alle sind mehr oder weniger miteinander verwand. Daher sollte man bei der Auswahl der Zuchttiere besonders auf deren Abstammung achten (kaufen Sie kein Tier ohne Abstammungsnachweis). Um die Inzuchtgefahr möglichst gering zu halten.
Denn, wie es sich gezeigt hat, wirken nicht nur Stress und Fehlfütterungen stark auf das Gewicht der Cuys aus bzw. führen zu Kleinwuchs, sondern ist auch die Inzuchtdepression ein nicht zu unterschätzender Faktor, welcher sich sehr negativ auf das Wachstum auswirkt.


Daher ist es unumgänglich normale Meerschweinchen mit in die Cuys einzukreuzen. Bei der Auswahl der einzukreuzenden Tiere sollte jedoch größten Wert auf deren Größe und Gewicht gelegt werden. Es hat sich gezeigt, daß Meerschweinchen der Fellstrukturrassen (US Teddy, Rex usw.) nicht geeignet zum kreuzen mit Cuys sind, da die Nachfolgegenerationen nicht annähernd die Größe eines reinen Cuys erreichen.

Besser ist, glatthaarige oder crested Meerschweinchen einzukreuzen, deren Gewicht und Größe ausschlaggebend sein sollte. Man sollte jedoch NIE eine Meerschweinchen-Dame mit einem Cuybock decken, da die Geburtsgewichte der jungen Cuys wesentlich höher sind (bis zu 250g und mehr) als bei Meerschweinchen (60-120 g). Die Geburt würde die MS Sau nicht überleben, auch die Überlebenschancen für die Babys sind denkbar gering. Wenn schon Kreuzungen, dann sollte man eine Cuysau mit einem großen (ab 1200 g aufwärts) MS Bock decken.

Die daraus entstehenden Jungtiere nennt man "Hybriden". Sie werden (unter anderem in Stammbäumen) als F1 (Folgegeneration) gekennzeichnet. Diese F1 Generation verpaart man nun wieder mit reinen Cuys, um frisches Blut in die Linie zu bringen. Die Größe der Cuys vererbt sich dominant, d.h. bereits in der F2 Generation sollte das Gewicht der Tiere höher sein, als das der Tiere der F1 Generation.


Auch Cuyhybriden gehören nicht in Anfängerhände oder zu Kindern, als Streicheltiere sind diese Tiere ebenfalls ungeeignet.Klären Sie etwaige Interessenten/Käufer bitte auf!

Weiterhin sollten Sie unbedingt ein Zuchtbuch und einen Wurfhefter führen. Außerdem sollten Sie für alle Tiere aus ihrer Zucht Abstammungsnachweise (mindestens über 3 Generationen) ausstellen.

 

 

 

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