Allgemeine Informationen (und Erfahrungen) zu Meerschweinchen und Cuys, sowie Meerschweinchen-Rassen und -Farben (weiter unten!):

Vor dem Kauf:

Überlegen Sie sich gut, ob Sie bereit sind, mind. 2 Meerschweinchen, besser noch eine Kleingruppe für die Dauer von ca. 6-8 Jahren zu halten, zu pflegen und gut zu versorgen. Denken Sie bitte auch an die Zeit Ihres Urlaubs, bzw. wer sich um die Tiere kümmert, wenn Sie verreisen oder erkranken. Schaffen Sie sich die Tiere niemals NUR für Ihr(e) Kind(er) an, Ihnen muß bewußt sein, daß Sie die meiste "Arbeit" haben werden. Bitte bedenken Sie auch, daß Ihre Meerschweinchen erkranken könnten und dann ein Tierarztbesuch nötig wird. Sparen Sie nicht am Anschaffungspreis der Tiere und nicht an der Behausung für die Tiere.

Achten Sie auf jeden Fall darauf, WO Sie Ihre Meerschweinchen kaufen! Ich kann jedem Interessenten nur raten sich an einen Hobbyzüchter oder an eine Notstation zu wenden. Ein Hobbyzüchter bzw. eine Notstation kann Sie in allen Fragen (auch nach dem Kauf!) jederzeit gut beraten. Außerdem kennen Hobbyzüchter/Notstationen ihre Tiere besonders gut und wissen, welche Meerschweinchen gut miteinander harmonieren! Das erspart Ihnen viel Ärger und Stress! Zu einem Kauf in einer Zoohandlung oder einem Tiergarten, Zoo etc. kann ich absolut nicht raten. Meine Erfahrungen haben gezeigt, daß das Personal in Zoohandlungen bereits mit den simpelsten Fragen zu Meerschweinchen überfordert ist! Außerdem haben Sie nach dem Kauf weder einen Ansprechpartner (besondern Abends, am Wochenende), noch können Sie das Tier/die Tiere im Notfall zurückgeben.

Meerschweinchen MÜSSEN mindestens zu zweit (viel besser wäre in kleinen Gruppen!) gehalten werden. Es sind Rudeltiere, die in Einzelhaltung seelisch und körperlich verkümmern!!! Einzelhaltung ist tierschutzrechtlich verboten und eine Qual!

Idealerweise ist die Haltung kleinerer Gruppen, in folgenden Konstellationen zu empfehlen:

1 kastrierter Bock mit mehreren Weibchen (ideale bzw. beste Haltungsform) möglichst in gerader Zahl, d.h. 6 oder 8 Tiere. Also 1 Kastrat mit 5 oder 7 Weibchen.

ODER eine Gruppe von mehreren Weibchen in gerader Anzahl z.B. 4, 6 oder 8 weibliche Tiere

ODER eine Gruppe von mehreren Böck(ch)en ohne Weibchenkontakt auch hier mögl. in gerader Anzahl. Z.B. 6 oder 8 Böckchen

Mehrere Böckchen können, entgegen landläufiger Meinung,  sehr gut zusammen gehalten werden. Vorr. Sie beachten bei der Haltung folgende Punkte:

- eine Haltung von einem ausgewachsenen Bock mit einem oder mehreren Jungböcken klappt ohne Probleme, ebenso die gemeinsame Haltung meherer Jungböckchen. Jungböckchen bis zu einem Alter von ca. 3-4 Monaten lassen sich problemlos auch in bestehende Bockgruppen integrieren.

- die Böcke dürfen keinen Weibchenkontakt haben, sonst ist es mit der Freundschaft sofort vorbei.

-versuchen Sie niemals 2 erwachsene Böcke zu vergesellschaften, das geht nicht gut. Beide Böcke würden erbittert um das Revier kämpfen, was angefangen von schlimmen Bisswunden,  bis zum Tod führen kann.

- Ebenso sollten Sie ihre Böckchen nach Möglichkeit nicht über einen längeren Zeitraum trennen.

- Böcke stinken nicht! Auch werden sie schneller zutraulich und sind allgemein etwas ruhiger und auch typvoller, als Weibchen, da Weibchen alle 14-16 Tage dem Zyklus unterlegen und meist nicht angefasst werden möchten. Ausserdem spritzen Weibchen wenn sie brünstig sind ( alle 14-16 Tage) mit Urin, was Böcke nicht machen. Böcke drücken nur ihr Hinterteil auf den Boden um das Revier zu "markieren".

- Böckchen sind sehr anhängliche und liebe Gesellen, wenn Sie die o.g. Punkte beachten!

Das Gehege für 2 Meerschweinchen sollte mindestens 100 x 50 cm Grundfläche + Auslauf haben. Für 2 Cuys sollten es mind. 140 x 70 cm sein. Je größer das Gehege, desto wohler fühlen sich Ihre Tiere! Ihre Tiere brauchen außerdem mind. 2 Häuschen mit 2 Eingängen oder Unterstände, einen schweren Napf aus Steingut, eine Heuraufe und eine Nippeltränke.

Auf alle folgenden Texte/Zeichnungen/Grafiken und digitalen Bilder besteht ein copyright. Kopieren, Verfielfältigungen, auch auszugsweise, sind nur mit schriftlicher  Genehmigung erlaubt!

ALLE Bilder stammen von uns, es sei denn, ein anderer Urheber ist genannt.

Weitere Infos/Texte/Bilder und Zeichnungen folgen nach und nach.....!

Meerschweinchenrassen und Farben:

(Ich suche noch Fotos für die fehlenden Rassen/Farben, wer behilflich sein möchte wird nat. auch verlinkt!) DANKE!

Kurzhaar-Rassen:


Glatthaar:

Meerschweinchen mit kurzem (ca. 3 cm) glattem, eng anliegendem Haarkleid. Frei von Wirbeln und Locken!


Abb: Glatthaar in silver fox Schimmel (Bild von uns).


engl. crested:

Meerschweinchen mit kurzem, enganliegendem Haarkleid. Auf dem Kopf mittig befindet sich eine Rosette, auch genannt "Krone" bzw. "crested". Die Krone ist immer in Körperfarbe.


Abb: engl. crested in danish blue (Bild von uns).

amerikanisch crested:

Meerschweinchen mit kurzem, eng anliegendem Haarkleid. Auf dem Kopf mittig befindet sich eine "Krone". Die Krone ist immer weiß.

Abb: am. crested rot (Foto von Cara)

Rosette:

Meerschweinchen mit kurzem, harschem Haarkleid und mind. 8 (besser 12) symetrisch angeortneten Wirbeln. Durch die Wirbel entstehen die sog. "Kämme", die vom Körper abstehen.


Abb. Rosette in schoko/creme/weiß (Foto von uns)


Rex:

Meerschweinchen mit kurzem, in sich gelocktem, harschem Fell. Das Haar ist in sich gelockt und soll mögl. gerade vom Körper abstehen. Weiche Behaarung ist unerwünscht.

Somali-Rosette:

Noch eine ganz junge Rasse. Meerschweinchen mit kurzem, harschem, gelocktem Haarkleid und mind. 8 Wirbeln. Also eine gelockte Rosette. Die Lockung wird durch das Rex-Gen hervorgerufen!

US Teddy:

Meerschweinchen mit kurzem, in sich gelocktem, weichem, plüschig aussehendem Fell. Das Haar ist in sich gelockt und soll mögl. gerade vom Körper abstehen. Harsche Behaarung ist unerwünscht.


Abb: US Teddy in lilac/gold/weiß QF (4 farbig) (Foto von uns)

Rosetty:


Ein Rosetty ist ein US Teddy mit der Wirbelng einer Rosette. Meerschweinchen mit kurzem, in sich gelocktem, weichem, plüschig aussehendem Fell. Das Haar ist in sich gelockt und soll mögl. gerade vom Körper abstehen.

CH-Teddy/ Schweizer Teddy:

Beides gültige Bezeichnungen für ein und die selbe Rasse, CH Teddys haben ca. 6 cm langes, in sich gelocktes Fell, welches vom Körper absteht und sich plüschig und volumig anfühlen soll.

Abb: CH Teddy in schoko/creme (Bild von uns)

Curly:

Curlys haben kurzes, gelocktes Fell mit 2 Hinterhandwirbeln,  das Fell sollte möglichst harsch sein und vom Körper abstehen. Das Curlygen (Lunkygen) ist dominant über Glatthaarigkeit.

Abb: li. Curly adult in safran/weiß p.e. //re: Curly Jungtier 4 Wochen alt schoko/creme (Bild von uns)

Curly-Abessinian:

Wie Curly (kurzes, harsches, gelocktes Fell), jedoch mit der Wirbelung einer Rosette.

Kurzhaarperuaner:


Sehr junge Rasse. Meerschweinchen mit kurzem, glattem Haar. Auf der Hinterhand 2 Powirbel, die das Fell nach vorn drücken.

Ridgeback:

Meerschweinchen mit kurzem, glattem Haar. Durch die Veränderung der Haarwuchsrichtung, entsteht ein Kamm auf dem Rücken, der senkrecht nach oben steht.

Abb: Ridgeback in schoko, gut zu erkennen der "Rückenkamm".

Satin:

Satin's sind keine eigenständige Rasse, da das Satin-Merkmal bei jeder Meerschweinchen-Rasse auftreten kann! Der Name Satin-Meerschweinchen leitet sich vom auffallend schönen Schimmer des Fells der Tiere ab. Dieser Effekt entsteht durch eine Laune der Natur. Beim Satin sind die einzelnen Haare innen hohl, wodurch bei günstigem Lichteinfall Reflexionen entstehen. So erscheint der besondere Schimmer und Glanz eines Satin. Das Fell fühlt sich außerdem weicher und dichter als bei anderen Tieren der gleichen Rasse an. Optisch fällt dieser Effekt bei Glatthaar-Meerschweichen am besten auf.

 

 re: Glatthaar Satin weiß California schoko ( Foto von uns)      

Skinny Pig/ Skinnys:

Fast komplett haarloses Meerschweinchen. Nacktmeerschweinchen. Meist mit Restbehaarung an Nase und Füßen. Skinnys werden nackt geboren. Sie besitzen jedoch Tasthaare und gelten daher nicht als Qualzucht.

Abb: Skinny schildpatt/weiß (Foto von Skinny-Castle)

Baldwin:

Nacktmeerschweinchen. Baldwins werden behaart geboren, verlieren aber binnen weniger Wochen ihr gesamtes Fell, auch die Tasthaare. Die Zuchtförm gilt als Qualzucht und ist in Deutschland verboten.

Abb: Baldwin in schoko (Foto von Lenka)

Langhaar-Rassen:


Sheltie:

Meerschweinchen mit langem, glattem Fell, ohne Wirbel oder Locken.

Abb: Sheltie Dalmatiner schoko (Foto von Cara)


Coronet:

Meerschweinchen mit langem, glattem Fell, und einer "Krone" (Wirbel) auf dem Kopf.


 

Abb: Coronet sepia/gold (Foto von Cara)


Peruaner:

Meerschweinchen mit langem, glattem Haar. Auf der Hinterhand mittig 2 Powirbel, die das Fell nach vorn drücken, so entsteht der Pony, der ins Gesicht fällt.

 

Abb: Peruaner slate-blue/gold/weiß (Foto von uns)

Texel:

Meerschweinchen mit langem gelocktem Fell, ohne Wirbel. Verantwortlich für die Lockung ist das Rex-Gen.

Abb: Texel schoko (Foto von Cara)

Merino:

Meerschweinchen mit langem, gelocktem Fell und einer "Krone" (Wirbel) auf dem Kopf. Verantwortlich für die Lockung ist das Rex-Gen.

Alpaca:

Meerschweinchen mit langem gelocktem Haar. Auf der Hinterhand mittig 2 Powirbel, die das Fell nach vorn drücken, so entsteht ein Pony, der ins Gesicht fällt. Verantwortlich für die Lockung ist ebenso das Rex-Gen.

Angora:

Meerschweinchen mit langem glattem Fell mit mind. 8 (besser 12) Wirbeln auf dem Körper. Also eine langhaarige Rosette.

Mohair:

Meerschweinchen mit langen gelocktem Fell mit mind. 8 (besser 12) Wirbeln auf dem Körper. Also ein gelocktes "Angora".Verantwortlich für die Lockung ist das Rex-Gen.

Lunkarya/ Lunkarya-Peruaner:

Lunkaryas haben langes, gelocktes Fell und 2 Hinterhandwirbel, das Fell sollte möglichst harsch sein und vom Körper abstehen. Das Lunkygen ist dominant über Glatthaarigkeit.

Abb: Lunkarya schoko/creme/weiß (Foto von uns)

Minipli:

Miniplis sind eine sehr selten vorkommende Meerschweinchenrasse. Sie entstand durch das Einkreuzen des Alpaka-Gens in die Lunkaryas. Bei einer Verpaarung von zwei Lunkaryas, die das Alpaca Gen tragen, besteht die Möglichkeit, daß sich die Gene treffen und ein Minipli entsteht. Dies geschieht aber recht selten, weshalb sie auch kaum zu finden sind. Typisch sie die "Korkenzieherlocken".

Abb: Minipli in weiß

Zeichnungsrassen:

Dalmatiner

Abb links: Glatthaar Dalmatiner schwarz / Abb rechts: GH Dalmatiner lilac (beide Bilder von uns)

Schimmel

 

Abb links: Glatthaar silver fox Schimmel / Abb rechts: Rosette Buntschimmel (beide Bilder von uns)

Himalaya

Abb: Rosette in himalaya (Bild von uns)

California

 GH creme california schoko 

Bilder alle von uns.

 

Magpie

Abb: links: GH schoko/creme magpie, rechts GH slate-blue/weiß magpie (beide Bilder von uns)

Japaner

Brindle

Schildpatt mit weiß

Quadri Foglio (4-farbig)

 

Abb: US Teddys in Quadri Foglio (Bilder von uns)

 

black and tan

 

Abb: Glatthaar in black tan (Bilder von uns)

 

Abkürzungen in Sachen Meerschweinchen:

AT = Alpakaträger

b.e. = blue eyes (Blaue Augen)

BGW = beige/gold/weiß

CH TdT = Schweizer Teddyträger

CCW = cremeagouti/creme/weiß

dbT = danisch blue Träger

d.e. = dark eye (dunkle Augen)

F.A. = Feuer Augen (dunkle Augen mit roter Glut)

FF = Fellfehler

FO = Faltohr

FW = Fehlwirbel

GH = Glatthaar

GRW = goldagouti/rot/weiß

HF = Haarfehler

Hybride = Kreuzung zw. Meerschweinchen und Cuy

JT = Jungtier

KH = Kurzhaar (andere Bezeichnung für Glatthaar)

KF = Kronenfehler

LGW = lilac/gold/weiß

LSW = lilac/safran/weiß

LT = Lockenträger

MS = Meerschweinchen

MT = Merinoträger

ORW = orangeagouti/rot/weiß

PO = Polydaktylie (Vielzehigkeit bei Cuys)

p.e. = pink eye (pinke Augen)

RBB = Regenbogenbrücke

r-s-w = rot-schwarz-weiß

RT = Rexträger

r/w = rot/weiß

SAW = silberagouti/weiß

s-b/g/w = slate-blue/gold/weiß

s-b.T. = slate-blue Träger

SPW = schildpatt/weiß

SRW = schoko/rot/weiß

s-r-w : schwarz-rot-weiß

ST = Satinträger

s/w = schwarz/weiß

TT = Texelträger

US TdT = US Teddyträger

w-r-s = weiß-rot-schwarz

w-s-r = weiß-schwarz-rot

Was ist ein Lunkarya


Lunkaryas
Ursprünglich stammen die Lunkaryas aus Schweden.
Annica und Monica Lundquist (aus Schweden) waren die ersten, die Lunkarya gezüchtet haben. Sie gaben diesen besonderen Meerschweinchen ihren Namen "Lunkarya"Der Name setzt sich aus dem Spitznamen von Monica Lundquist
" Lunkan" und "Rya"( schwedisch-Schaf) zusammen:

Lunkarya
Mitte der Achtzigerjahre entdeckten die Geschwister Monica und Annica Lundqvist, die in Schweden eine Zoohandlung betrieben, ein junges Meerschweinchenböckchen, das aus einer Rosettenverpaarung stammte. Statt der rassetypischen Rosetten hatte es jedoch lange feste Haare, die grob gelockt waren. Die Geschwister Lundqvist verpaarten dieses Böckchen mit Peruanerweibchen und bekamen gelockte Tiere mit eben der typischen Fellstruktur. Da diese Tiere bereits in der ersten Generation fielen, ihre Mütter aber kein Locken-Gen vererbten, mußte es vom Vater stammen und dominant vererbbar sein. In den darauffolgenden Jahren wurden Lunkaryas mit vielen anderen Meerschweinchenrassen wie Sheltie, Peru Coronet, Angoras ect. verpaart und die besondere Fellcharakteristik verschlechterte sich immer mehr, bis es schließlich nur noch einige wenige Tiere dieserRasse gab. Bis heute durchgesetzt haben sich insbesondere die Lunkarya-Peruaner.
Iris und Carmen Langstädtler ( von den Knopfaugen) brachten die ersten Lunkaryas nach Deutschland und somit waren die ersten Lunkaryazüchter bei uns.

Rassemerkmale:
Das Lunkarya gehört zur Rasse der Langhaarmeerschweinchen. Das Einzigartige ist ihre besondere Fellstruktur. Die langen Haare stehen wellenförmig oder in großen Locken vom Körper ab. Dies ist bedingt durch eine besonders feste Haarstruktur, die sich anfühlt wie das Fell eines Schafes und auch das Gesamterscheinungsbild dieser Tiere erinnert an ein Schäfchen. Die Frisur der Lunkaryas wirkt irgendwie immer ein wenig ungepflegt, bleibt aber stets die gleiche, denn die grobe Lockung läßt sich durch Bürsten oder Kämmen nicht vermindern. Im Laufe ihrer Entwicklung vom Baby zum erwachsenen Tier verändert sich das Haarkleid oftmals prägnanter als bei anderen Meerschweinchen-rassen. So sind die Babys tendentiell stärker gelockt und ihr Fell ist weicher. Mit jedem Fellwechsel bildet sich dann immer mehr die typisch grobe Fellstruktur heraus. Da ihre langen Haare nicht auf den Boden herabhängen und kaum verfilzen, sind Lunkaryas relativ pflegeleichte Tiere, die nur selten einmal gebürstet werden müssen.
Die guten Lunkaryababys verlieren in dem Alter, in dem sie gesäugt werden, die Haare um das Mäulchen und um die Augen, da das Fell so harsch ist, das es abbricht. Nach
dieser Zeit wachsen die Haare aber wieder sehr schnell nach!

Die Lunkarya sind neugierig, aufgeweckt und fröhlich. Sie werden sehr schnell zahm und verfügen schon als Babys über ein großes Grundvertrauen und innere Ruhe!

Die Kurzhaarvariation des Lunkarya ist das Curly. Die Locken des Curly sind kürzer und weniger harsch aber noch vorhanden und sichtbar. Diese Variation ist ebenfalls durch das dominate Lunkarya Lockengen entstanden. Curly sind beim MFD nicht als Rasse anerkannt und haben noch keinen Standard da es immer wieder Stimmen gibt die durch Curly die Rassenreinheit der Rosetten gefährdet sehen.

 

 

Informationen zum Overnightservice (Kurier):

Overnightservice bedeutet, daß die Tiere über Nacht mit einem Kurier vom Sender zum Empfänger gebracht werden. Über Nacht deshalb, weil dann die Straßen relativ wenig befahren und ein Stau so gut wie ausgeschlossen ist. Außerdem sind die Temperaturen (im Sommer) erträglicher.

Ab 25 °C und unter -5 °C versendet kein seriöser Kurier Tiere!
Einige Kuriere haben spezielle Transportkartons für Meerschweinchen, die Maße liegen bei 48 x48 cm. Ein Karton
kostet je nach Kurier 4-8 EUR. Manche Kuriere transportieren nur diese Kartons, einige transportieren auch selbstgewählte Kartons.

Der Versandkarton:

Wenn nicht die Transportkartons vom Kurier verwand werden sollen muß man selber einen geeigneten Karton suchen, das ist gar nicht so schwer. Geeignet sind z.b. Umzugskartons (im Baumakt ab 2 EUR/Stück). Der Karton muß ausreichend groß (je nach Anzahl der Tiere) und stabil sein, ideal ist eine dicke Wandung. Alternativ gehen auch Holz- oder Kunststoffboxen, diese müssen Luftlöcher besitzen!!!

Vorbereitung des Kartons:

Als Erstes prüft man, ob der Karton eine genügend dicke Wandung (mind. 5 mm, besser 8-10 mm) hat und ob der Boden stabil ist. Den Boden klebt man mit Packband mehrfach zu, besonders die Ecken sollten überklebt werden. Anschließend stellt man den Karton mit der noch offenen Seite nach oben und schneidet mit einem Messer oder einer Schere Luftlöcher in die Oberseite. Alternativ kann man auch mit z.B. einem Schraubendreher Löcher reinstechen (nur bei leerem Karton machen !!!).

Dann legt man den Karton auf die Seite und wiederholt das an jeder Seite im oberen Virtel des Kartons. An jeder Seite sollten Lüftlöcher sein. (Luftzirkulation) Darauf achten, daß die Luftlöcher nicht zu groß werden und im oberen Virtel jeder Seite sind, damit kein Tier ausbrechen kann. Oben können die Löcher etwas größer sein. Ich mache oben längliche Ausschnitte von 8-10 mm Breite und 5 cm Länge. An der Seite mache ich meist Löcher mit einen Schraubendreher.

Wenn sich die Löcher im Karton befinden, sollten als nächstes die Stammbäume der zu versendenden Tiere angebracht werden, entweder an einer Seite (vorr. dort ist Platz ohne alle Löcher zu verdecken) oder (am Besten) unter dem Karton am Boden. Dazu tut man alle Stammbäume in eine Klarsichthülle und klebt diese komplett am Karton mittels Klebeband fest. Als nächstes legt man eine Zeitung (saugt den Urin gut auf) in den Karton und klebt diese an den Seiten am Boden fest.

 (Nächster Schritt bei mehreren Böcken oder verschiedenen Geschlechtern  unten!)

Daraufhin füllt man in den Karton auf die Zeitung eine Schicht (ca. 5-7 cm) Einstreu (Holzspähne, Hanfeinstreu, Kurzstroh, Pelletts usw.) und verdichtet diese. Nun muß noch ausreichend Heu in den Karton (idealerweise etwas Heu als "Überstreu" und etwas Heu zum fressen). Eine Handvoll Heu verteilt man gleichmäßig über der Einstreu und gibt mind. 2 Hände voll Heu an eine Seite des Kartons. Nun ist der Transportkarton fast fertig.

Bevor die Tiere eingesetzt werden, muß noch Futter mit in den Karton. Pro Tier mind. 2 Möhren, 1 Stück Gurke, 1 halber Apfel, und ev. etwas Gras oder Grünfutter (Salat o.ä.). Auch anderes Frischfutter ist denkbar, jedoch sollten immer ausreichend Möhren und Gurken (Wasserversorgung) dabei sein!
Nun sollte noch die Aufschrift: 
"VORSICHT lebende TIERE!!! Nicht in Nässe/Kälte/Zugluft stellen! ", sowie die Adresse und Telefonnummer des Versenders und des Empfängers deutlich lesbar auf den Karton geschrieben werden! Wenn der Kurier kommt (oder kurz vorher) können die Tiere in den fertigen Karton eingesetzt werden. Der Deckel wird geschlossen und mit Klebeband zugeklebt.

Die Tiere werden abends beim Versender abgeholt, über Nacht gefahren, bzw. in einem Lager abgegeben und vor 12.00 Uhr am darauffolgenden Tag dem Empfänger zugestellt. Die Preise schwanken je nach Anbieter und Service zw. 35-48 EUR.

Ergänzend zu den oben gemachten Angaben möchte ich noch folgendes sagen:

Bei gemeinsamer Versendung von Böcken und Säuen müssen die Geschlechter voneinander getrennt werden um ein ungewolltes decken der Weibchen zu vermeiden. Dabei muß im Versandkarton (vor Einfüllen der Einstreu!) eine Trennwand gezogen werden (das ist schnell zu basteln). Einfach ein Stück Pappe in der Breite des Kartons nehmen an jede Seite ca. 5 cm dazu, also insgesamt ca. 10 cm länger als der Karton breit ist. Beide Enden der Pappe einknicken und innen am Karton mit Klebeband festkleben- fertig. das ist auch sinnvoll, bei 2 geschlechtsreifen Böcken (Vermeidung von Beißerein!).

Meine Erfahrungen (Fütterung):

Heu:

Heu ist der wichtigste Bestandteil der Meerschweinchen- und Cuy Ernährung. Anfangs kaufte ich mein Heu in handelsüblichen 1 kg Packungen gepresst zu 1,29 EUR das Kilo. Danach von einer Firma im 10 kg Karton (Preis 9,95 EUR). Weil mir die Qualität nicht so gut gefiel suchte ich nach Alternativen. Die fand ich auch im Sommer 2002 auf einen kleinen "Hof" bei dem ich nach Heu fragte. Der Inhaber verkaufte mir bis Sept. 03 sein Heu in Ballen (ca.15 kg) das Stück zu 3 EUR. Das Heu hatte eine hervorragende Qualität und war stets frisch und aromatisch grün, ich brauchte ca.alle 6-8 Wochen 2 Ballen. Leider waren die letzten 4 Ballen die ich dort kaufte mit Pilzen verseucht, so daß ich wieder auf die Suche gehen durfte. Seit Ende September 2003 beziehe ich mein Heu (ebenfalls in Kleinballen je ca. 15 kg) von einem Demeter verifizierten Landwirt, er hat eine Mutterkuhhaltung und erzeugt sein Heu selber (In BIO-Qualität!). Dieses Heu verfüttere ich bis dato an meine Tiere.

Trockenfutter:

Ganz am Anfang (2000) kaufte ich immer das zu 1 kg abgepackte Meerschweinchen "Standarttrockenfutter" mit Körnern usw. Danach probierte ich das Crispy C (20 kg Sack zu ca. 25 EUR) aus, das hatte zwar viel Vit. C, bestand aber aus vielen verschiedenen Komponenten, so daß die Hälfte übrigblieb und nicht gefressen wurde. Daraufhin versuchte ich es mit Kaninchenpelletts, die wurden zwar gut gefressen, hatten aber kaum Vitaminzusätze, so daß ich wieder nach einen geeigneten Futter suchte. Dann folgten diverse "Eigenmischungen" alle wurden mehr oder weniger gut angenommen und es wurde wieder "sortiert". Seit 12/2003 habe ich (meiner Meinung nach) ein sehr gutes Futter gefunden. Es ist ein Einpelletfutter speziell für Meerschweinchen mit Vitamin Zusatz und erhöhtem (3000mg je kg) Vit. C Gehalt. Weniger als 10 g davon genügen einem Schweinchen um rundrum gut mit Vit. C versorgt zu sein. Dies füttere ich seit Dezember 2003. Bisher mit gutem Ergebnis.

Frischfutter:

Am Anfang kaufte ich das Obst und Gemüse für meine Meerschweinchen ausschließlich im Supermarkt in abgepackten Packungen, bzw. aus der Obst- und Gemüseabteilung. Auf die Dauer wird das ziemlich teuer, zumindest, wenn man mehr als 10 Tiere hat. Ich kaufe auch heute noch einige Obst und Gemüsesorten im Supermarkt, vor allem im Winter.  Bei einigen Sachen habe ich Alternativen gefunden: Im Winter kaufe ich z.B. Möhren und Rote Beete nicht im Supermarkt sondern von einem Hofladen im 20 kg Sack.

Im Sommer haben meine Schweinchen den Garten zur Verfügung. Dort können sie in den Freiläufen Gras, Klee, Löwenzahn usw. fressen. Dazu füttere ich täglich noch 2-3 andere Frischfuttersorten. Wenn ich sparzieren gehe bringe ich den Schweinchen immer etwas mit, mal Klee, mal Spitzwegerich oder Getreide, Taubnesseln, Hagebutten, Zweige usw. Im Garten baue ich außerdem Topinambur, Mais, Kohlrabi und andere Gemüse- und Kohlsorten an, die auch von den Schweinchen vertilgt werden. Im Sommer hat man eigentlich immer genug Frischfutter. Manchmal kaufe ich Obst und Gemüse dazu. Im Winter kaufe ich von einem Hofladen Futtermöhren und Rote Beete. Saisonal auch Grünkohl und andere Leckerein. Aus dem Supermarkt Äpfel (wenn die eigenen alle sind), Gurken, Paprika, Salate und was es gerade so gibt. Manchmal gibt es da auch etwas Grünzeug gratis.

Futterzusätze:

Anfänglich habe ich meinem Futter überhaupt nichts zugesetzt. Im Sommer ist das bei gutem Frischfutterangebot auch nicht nötig. Im Winter ist es meiner Meinung nach sinnvoll Vitamine zuzufüttern. Bei mir gebe ich Trockenfutter (Pellets mit 3000 mg/Kg Vit. C Gehalt). Der Tagesbedarf eines ausgewachsenen Meerschweinchens liegt bei 10 mg, ein trächtiges/säugendes Tier benötigt 20 mg Vit. C pro Tag. Dazu verwende ich 1x in der Woche einen Multivitaminsaft speziell für Kleintiere, entweder ich setze diesen dem Wasser zu oder ich gebe es per Spritze (ohne Nadel !) direkt ins Mäulchen..

Den Vitaminsaft füttere ich seit Ende Nov. 03 einmal in der Woche mit gutem Erfolg, es gab bei mir deutlich weniger Toxikosen und deutlich schwerere Jungtiere, auch erholten sie die Zuchttiere besser von den Geburten. Ebenfalls ist die Jungtiersterblichkeit gen null gesunken.

Bei Fragen oder Anregungen mailt mir bitte!
Jegliche Haftung meinerseits ist ausgeschlossen!

Die Texte/Zeichnungen usw. sind urheberrechtlich geschützt!

 

 

 

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